Rezension zu „Jule und Fettsack“

„Jule und Fettsack“ handelt von dem Abenteuer der zwölfjährigen Jule, die von Berlin in eine Kleinstadt zieht. Gemeine Sprüche erschweren ihr die Schulzeit, doch schon bald freundet sie sich mit ihrem Banknachbarn Tobias an, der von allen als „Fettsack“ ausgelacht wird. Und der erzählt ihr von einer in der Klasse existierenden Gang.

Nach dem Bestehen einer Mutprobe werden die beiden in die Gang aufgenommen und gemeinsam beobachten die Mitglieder, wie drei Männer in einem Abrissblock eine Tasche voller Geld hinterlassen. Sie vermuten, dass es sich dabei um die Beute eines vor wenigen Tagen begangenen Banküberfalls handelt. Als Tobias jedoch Objekt bewacht, wird er von den Männern entführt und Jule muss alles geben, um ihren Freund zu retten.

Das Jugendbuch des Suhler Autors Peter Voigt fesselt den Leser von Anfang an, da er sich schnell in das Mädchen hineinversetzen kann. Denn Jule macht sich, wie viele in ihrem Alter, Gedanken über ihr Aussehen, hat einen Lieblings-Pop-Star und verliebt sich ausgerechnet in denselben Jungen wie die zickige Rebecca, die ihr das Leben schwer macht.

Der Autor Peter Voigt lässt seine Hauptperson durch ironische Randbemerkungen, viele Gedanken und der Ich-Perspektive anschaulich, abwechslungsreich und modern von ihren Problemen und Abenteuern erzählen. Doch das Buch ist nicht nur nachvollziehbar geschrieben, es ist auch so spannend, dass man am liebsten ein paar Seiten überblättern und gleich das Ende lesen würde.

„Jule und Fettsack“ ist ein Werk, in dem sich Jugendliche wiederfinden und schmökern können und lehrt nebenbei auch noch ohne erhobenen Zeigefinger, dass man niemanden wegen bestimmter Merkmale diskriminieren sollte. Ein starker Jugendkrimi gegen Mobbing, bei dem man mit den Charakteren lachen kann, die Zeit beim Lesen vergisst und das dem Leser wichtige Werte vermittelt.

 

Bibliografische Angaben:
Peter Voigt
Jule und Fettsack
ISBN: 978-3-86196-644-9
Preis: 10,70€

Hanna-Lena P.

Das Buch bestellen